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Einstimmen wie Musiker*innen

Thema in diesem Blog: Welche Bedeutung hat das "(Ein-)Stimmen" für das eigene Leben?

 


 

Interview

 

Liebe Leser*innen,


Movida: “Lead like a conductor, communicate like a cellist” war das Thema vom letzten Blog. Gibt es noch andere Metaphern aus der Welt des Orchesters, die allgemein inspirierend fürs Leben sein können? Angela: Oh ja! Eine, die ich sehr oft heranziehe ist das Einstimmen. Ich bin mir nicht sicher, ob sich Nicht-Musiker*innen bewusst sind, wie viel Zeit wir Streicher*innen dem Stimmen widmen. Es wirkt möglicherweise von außen eher als etwas Nebensächliches. Wir Streicher*innen stimmen unser Instrument nicht nur einmal, sondern oft mehrmals täglich. Da Streichinstrumente aus Holz und auch die Saiten aus natürlichen Materialien gefertigt sind, gibt es viele Faktoren, die ein Instrument verstimmen, allen voran die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit. Um rein spielen zu können, ist es Voraussetzung, dass Musikinstrumente gut gestimmt ist. Movida: Aber was hat das Thema „Stimmen“ mit dem Leben zu tun? Angela: Ich verwende diese Metapher gern für die unterschiedlichen Bereiche, in die wir normalerweise den Menschen einteilen. Wir Menschen haben einen Körper, erleben uns als Selbst und können zudem denken und fühlen. Selbst, Denken, Gefühle und Körper sind wie vier Saiten, die gut aufeinander abgestimmt sein müssen, damit wir uns gut und gesund fühlen. Es ist wesentlich, dass du diese vier Saiten in der Früh einstimmst, bevor du dich auf einen neuen Tag einlässt. Denn sonst gibt es natürlicherweise Unstimmigkeiten in deinem privaten oder beruflichen Leben. Movida: Daran habe ich noch nie gedacht. Angela: Probiere es mal aus: Wie entwickelt sich dein Tag, wenn du in der Früh deine Gedanken, deine Gefühle und deinen Körper aufeinander einstimmst? Wie entwickelt sich ein Tag, wenn du dich ungestimmt in den Tag fallen lässt? Movida: Ich weiß gar nicht wie ich das tun kann. Ich bin mir oft selbst unsicher, was ich will. Kann ich diese Art von einstimmen auch lernen? Angela: Ja, natürlich! Genauso wie wir lernen können, ein Cello oder eine Geige zu stimmen! Es ist einmal von Grund auf zu lernen und dann über eine länger Zeit hin zu üben, bis du das feine Gehör und die Technik entwickelt hast. Dann gilt es, es einfach jeden Tag zu tun. Movida: Ist es etwas, was ich bei dir lernen kann? Angela: Beruflich arbeite ich heute ähnlich wie früher. Früher habe ich den Menschen das Stimmen vom Cello, das Cellospielen und das gemeinsame Musizieren gelehrt und alles, was damit zu tun hat. Heute lernen die Menschen bei mir, sich selbst „auf-sich-selbst“ und im Weitern auf das Leben einzustimmen, um ein gutes Leben gestalten zu können. Movida: Welche Möglichkeiten gibt es da? Angela: Als Einstieg empfehle ich das Zürcher Ressourcenmodell ZRM®. Mit dem lernst du die Grundlagen für das Einstimmen von Gedanken, Gefühlen und Körper auf das eigene Selbst und auf das systemische Umfeld, in dem du lebst und arbeitest. Movida: Und wie schaut das konkret aus? Angela: Auch das ist wie damals, als ich noch Cello unterrichtet habe! Ich gab viel Einzelunterricht, jedoch auch Gruppen- und Klassenunterricht. Letzteres besonders im Anfängerbereich. Ich arbeite schon immer gern, auch mit größeren Gruppen. Heute kannst du bei mir entweder ins Einzelcoaching kommen oder zuerst einen Workshop besuchen, um dir die Basics des Einstimmens anzueignen. Movida: Faszinierend, was man alles für Inspirationen aus der Welt der Musik fürs Leben gewinnen kann! Angela: Ja, und ich danke dir für dein Interesse!

Herzlichst, Angela Büche MSc.

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